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Weckruf zu den Regierungsratswahlen auf der Alp Stätz

04. März 2026 - Die Tourismusallianz Graubünden lancierte beim frühmorgendlichen Schneesport und einer Podiumsdiskussion die Regierungsratswahlen 2026. Rund 80 Teilnehmende – Touristiker:innen und Politik-Interessierte sowie die Regierungsratskandidaten:innen in corpore – folgten der Einladung zum «Early Bird 2026».

Um 6.30 Uhr zog der Skilift ab Proschieri in Parpan die ersten Gäste des «Early Bird 2026» hoch in Richtung Stätzerhorn. Mit dem frühmorgendlichen Schneesport und dem darauffolgenden Programm eröffnete die Tourismusallianz Graubünden (GastroGraubünden, HotellerieSuisse Grau-bünden, Bergbahnen Graubünden) die Regierungsratswahlen 2026.

Die Relevanz konstruktiver Rahmenbedingungen für die Tourismusbranche
Der von Bergbahnen Graubünden 2010 ins Leben gerufene Anlass findet alle vier Jahre anlässlich der Regierungsratswahlen statt, «und steht für ein klares Bekenntnis zum Dialog zwischen der Tourismuswirtschaft und der Bündner Politik», sagt Markus Moser, Präsident Bergbahnen Graubünden. So wurde das «Early Bird» dieses Jahr auch zum ersten Mal im Namen der Tourismusallianz Graubünden durchgeführt. «Weil es zielführend ist, dass die drei Branchenverbände gemeinsam auftreten, um die Interessen des Tourismus zu benennen», so Jürg Domenig, Geschäftsführer HotellerieSuisse Graubünden.
Nach dem Schneesport genossen die Teilnehmer:innen bei einem Brunch auf der Alp Stätz den informellen Austausch. Diskutiert wurde mitunter «die hohe Relevanz optimaler Rahmenbedingungen zum Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit, auf welche die Tourismuswirtschaft als kantonaler Wertschöpfungsmotor seitens der Politik angewiesen ist», wie GastroGraubünden-Präsident Franz Sepp Caluori betonte.

Acht Regierungsratskandidaten:innen bewerben sich
Danach fühlte Moderator Andri Franziscus, selber Hotelier, den acht Regierungsratskandidaten:innen bei einer Podiumsdiskussion auf den Zahn. Er stellte folgende aktuellen Themen ins Zentrum: die Abschaffung des Eigenmietwerts, die Förderpolitik des Kantons und die Herausforderungen bei der Realisierung touristischer Infrastrukturen, den demografischen Wandel und die Wohnraumpolitik für Mitarbeitende und die einheimische Bevölkerung. Letzteres Thema benannte Nora Saratz Cazin (GLP) als eines ihrer Herzensangelegenheiten, dabei gelte es, die «heissen Kartoffeln anzufassen und die unbeliebten Themen anzugehen.» Die Gemeindepräsidentin von Pontresina ist eine von vier Regierungsratskandidat:innen, die sich neu zur Wahl stellen. Ebenfalls mit ihren Argumenten präsentierten sich neu für den Regierungsrat Valérie Favre Acola (SVP), Aita Zanetti (Die Mitte) sowie Maurizio Michael (FDP). 
Derweil konnte Moderator Franziscus den aktuell amtierenden Regierungsräten:innen Martin Bühler (FDP), Marcus Caduff (Die Mitte), Carmelia Maissen (Die Mitte) und Peter Peyer (SP) bereits nach zehn Minuten entlocken, dass sie alle im Falle einer Wiederwahl keine Wechselgelüste bei der Departementsverteilung hegen würden.
Insgesamt lieferten sich die Kandidaten:innen einen fairen Schlagabtausch und konterten das teils hartnäckige Nachfragen des Moderators souverän. Es ist davon auszugehen, dass die Diskussionen bis zum Wahltag vom 14. Juni 2026 noch an Intensität zulegen werden.

Damit sind die Regierungsratswahlen 2026 lanciert. Marcus Gschwend, Geschäftsführer Bergbahnen Graubünden, bedankte sich bei Gastgeber Reto Aeschbacher, dem CEO der Lenzerheide Bergbahnen AG, für die Gastfreundschaft und resümierte: «Damit konnten wir das Wahljahr bei herrlichem Wetter, besten Schneesportbedingungen, genussvoller Kulinarik und mit einer angeregten Podiumsdiskussion eröffnen. Eine Visitenkarte für den Bündner Tourismus, die nicht besser hätte sein können.»
 

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Fotogalerie (Bilder: Dani Ammann)

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