Ferien- und Feiertagsentschädigungen | Gastrograubünden

Ferien- und Feiertagsentschädigungen

Artikel - Ferien- und Feiertagsentschädigungen

Bei der Berechnung der Kurzarbeitsentschädigung im aufgrund der Corona-Pandemie eingeführten Summarverfahren werden gemäss der Praxis des Staatsekretariats für Wirtschaft (SECO) bei im Monatslohn beschäftigten Angestellten keine Ferien und Feiertage berücksichtigt. Das Luzerner Kantonsgericht kam dagegen in einem Urteil vom Februar 2021 zum Schluss, dass die Entschädigung von Ferien und Feiertagen gesetzlich vorgeschriebene Lohnbestandteile seien und entsprechend auch im derzeit geltenden Summarverfahren zu berücksichtigen sind. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig und wird durch das SECO ans Bundesgericht weitergezogen.

Das Amt für Industrie, Gewerbe und Arbeit Graubünden (KIGA) hat nach einer Aufforderung durch die Bündner Wirtschafts- und Branchenverbände ein entsprechendes Merkblatt aufgeschaltet.

Sofern Ihr Betrieb sich die diesbezüglichen Rechte wahren möchte, bedarf es des im Merkblatt beschriebenen Vorgehens. In Zusammenarbeit mit dem KIGA konnten entsprechende Mustertexte für die Wiedererwägungs- und Einsprachegesuche erarbeitet werden, welche wir Ihnen nachstehend gern zur Verfügung stellen.
 

1. Mustertext für Wiedererwägungsgesuch

Bereits zugestellte Abrechnungen für Kurzarbeitsentschädigungen können noch in Wiedererwägung gezogen werden. Nach Eingang des Gesuchs wird das entsprechende Wiedererwägungsverfahren bis zum Entscheid des Bundesgerichts sistiert.

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2. Mustertext für Einsprache gegen künftige Abrechnungen

Als Konsequenz aus diesem Verfahren erlässt die Arbeitslosenkasse Graubünden ab April 2021 alle Abrechnungen in der Form einer Verfügung mit einer Rechtsmittelbelehrung. Um Ihre Rechte ab diesem Zeitpunkt zu wahren, müsste jede Verfügung innert 30 Tagen mittels Einsprache angefochten werden. Auch diese Einspracheverfahren werden bis zum Entscheid des Bundesgerichts sistiert.

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