Haertefallmassnahmen | Gastrograubünden

Haertefallmassnahmen

Artikel - Haertefallmassnahmen

Die Regierung hat entschieden, die wirtschaftlichen Einbussen, welche den Unternehmen aufgrund der behördlichen Corona-Massnahmen entstehen, besser zu entschädigen. Sie erhöht deshalb den Beitragssatz von 50 auf 75 Prozent der wirtschaftlichen Einbusse und nimmt weitere Anpassungen vor.

Der Kanton entschädigt die Gewerbetreibenden, die während der Corona-Pandemie aufgrund der behördlichen Massnahmen einen Umsatzverlust erlitten haben, im Rahmen des Härtefallprogramms des Bundes und des Kantons neu mit 75 Prozent der wirtschaftlichen Einbusse (die wirtschafltiche Einbusse entspricht grundsätzlich dem Fixkostenanteil des Umsatzverlusts).

Kein neues Gesuch nötig

  • Unternehmen, die bereits ein Gesuch eingereicht haben, müssen kein neues Gesuch einreichen. Der neue Beitragssatz wird ab sofort angewandt.
  • Unternehmen, die bereits Beiträge erhalten haben, wird der zusätzliche Beitrag automatisch nachbezahlt. Sie müssen kein neues Gesuch einreichen.
     

Das Wichtigste im Überblick


(Grafik als Datei öffnen)

  • hat ein Unternehmen weniger als 15 % Umsatzverlust ist es nicht berechtigt, auch nicht in einer Sparte.
  • hat ein Unternehmen über 15 % Umsatzverlust, dann gilt was folgt:
    • a) ist ein Unternehmen als Ganzes mehr als 40 Tage behördlich geschlossen und hat min. 15% Umsatzverlust ist es vollständig berechtigt.
    • b) hat ein Unternehmen als Ganzes über 40% Umsatzverlust ist es vollständig berechtigt.
    • c) für Unternehmen, die nur teilgeschlossen bzw. teilweise offen sind, gilt:
      • wenn der Umsatz im geschlossenen Bereich grösser als 70% ist behandeln wie a)
      • wenn der Umsatz im geschlossenen Bereich kleiner als 70% ist, gilt:
        • Umsatzverlust Gesamtunternehmen grösser als 40% behandeln wie b)
        • Umsatzverlust Gesamtunternehmen kleiner als 40% kommt zwingend Sparte zum Zug (Beiträge sind nur für Spartenrechnungen möglich)
          • in geschlossenen Sparten ist ein Umsatzverlust von grösser als 15% nötig
          • in offenen Sparten ist ein Umsatzverlust von grösser als 40% nötig
  • Betriebe, welche die 40% Umsatzverlust im Kalenderjahr 2020 nicht erreichen, können stattdessen auch die letzten 12 Monate (1.2.20 - 31.1.2021, 1.3.20 - 28.2.21 oder 16.3.20 - 15.3.21) geltend machen. Damit werden der sehr gute Januar und Februar 2020 nicht berücksichtigt und der Umsatzverlust erreicht evtl. die 40%-Grenze.
  • Massgebend für die Bemessung der Beiträge sind die Fixkostenanteile und die Umsatzverluste. Der Beitrag bemisst sich am branchenüblichen Fixkostenanteil des Umsatzverlustes.
  • Ist der Fixkostenanteil des Umsatzverlustes berechnet, wird daran ein Beitrag von 75% geleistet.

 

Weitere Anpassungen

  • Eine Lösung für Betriebe, die nach dem 1. März 2020 gegründet wurden, ist noch offen. Wir suchen gemeinsam mit den Behörden nach Lösungen und bitten die Betroffenen um Geduld.
  • Bezüglich den angekündigten Solidarbürgschaften zur Überbrückung der Liquidität wird ebenfalls zu einem späteren Zeitpunkt informiert.
  • Der Bund ist dabei, etwas Einheitliches für Unternehmen über 5 Mio. Umsatz zu entwickeln. Der Vollzug liegt aber nach wie vor bei den Kantonen. Näheres erfahren wir Anfang März.
  • Zudem überprüft der Bund den Deckel von 750 000 Franken für à fonds perdu Beiträge. Näheres erwarten wir auch hier Anfang März.

 

Weitere Informationen und Links

 

Berechnungsbeispiel

für ein Restaurant mit über 40 Schliessungstagen und dem Umsatzverlust berechnet für die Periode Kalenderjahr 2020.
Weitere Berechnungsbeispiele finden Sie im Factsheet Beitragsbemessung.