Haertefallmassnahmen | Gastrograubünden

Haertefallmassnahmen

Artikel - Haertefallmassnahmen

Das Parlament hat weitere Verbesserungen beschlossen

Die letzten Wochen haben wir uns über verschiedene Kanäle für weitere Verbesserungen der Unterstützungsmassnahmen eingesetzt. Erfreulicherweise hat das Parlament nun folgende Verbesserungen beschlossen:

  • Aufstockung der Härtefallgelder
    Aufstockung der Härtefallgelder auf 10 Mia. Franken.
  • Unternehmensgründung neu vor 1. Oktober 2020
    Die Voraussetzung bei den Härtefallmassnahmen, dass Unternehmungen vor dem 1. März 2020 gegründet sein mussten, ist angepasst worden. Neu gilt als Stichdatum der 1. Oktober 2020. Unternehmungen, die vorher gegründet wurden, können Entschädigung über die Härtefallmassnahmen beantragen.
  • Lösung für Unternehmungen mit mehr als 5 Mio. Umsatz
    Für grössere Unternehmungen ab 5 Mio. Jahresumsatz wurde eine schweizweit kohärente Lösung gefunden. Mit maximalen Beiträgen bis 10 Mio. bzw. 20% des Jahresumsatzes. Diese Beiträge sind jedoch an gewisse Bedingungen geknüpft.
  • Voranmeldefrist bei Kurzarbeitsentschädigung aufgehoben
    Die Bewilligungsdauer für Kurzarbeit wurde rückwirkend auf den 1. September 2020 auf sechs Monate verlängert. Betriebe, die aufgrund einer verpassten Voranmeldung seit 1. Dezember eine Lücke in der Kurzarbeitsentschädigung aufweisen, werden dies beim KIGA zurückfordern können.
  • Erwerbsausfallentschädigung (EO)
    Personen mit einem Erwerbs- oder Lohnausfall können neu EO beantragen, wenn ihre Unternehmung eine Umsatzeinbusse von mindestens 30 Prozent (vorher 40 Prozent) im Vergleich zum durchschnittlichen Umsatz in den Jahren 2015–2019 aufweist.

Die Details sowie der Vollzug zu den obigen Verbesserungen sind noch in Erarbeitung bei Bund und Kantonen. Wir bitten Sie deshalb noch um Geduld und informieren Sie, sobald weitere Infos vorliegen.
 

Das Wichtigste im Überblick

Voraussetzung für Härtefallmassnahmen
(Grafik als Datei öffnen)

Übersicht Beitragsbemessung
(Grafik als Datei öffnen)

  • hat ein Unternehmen weniger als 15 % Umsatzverlust ist es nicht berechtigt, auch nicht in einer Sparte.
  • hat ein Unternehmen über 15 % Umsatzverlust, dann gilt was folgt:
    • a) ist ein Unternehmen als Ganzes mehr als 40 Tage behördlich geschlossen und hat min. 15% Umsatzverlust ist es vollständig berechtigt.
    • b) hat ein Unternehmen als Ganzes über 40% Umsatzverlust ist es vollständig berechtigt.
    • c) für Unternehmen, die nur teilgeschlossen bzw. teilweise offen sind, gilt:
      • wenn der Umsatz im geschlossenen Bereich grösser als 70% ist behandeln wie a)
      • wenn der Umsatz im geschlossenen Bereich kleiner als 70% ist, gilt:
        • Umsatzverlust Gesamtunternehmen grösser als 40% behandeln wie b)
        • Umsatzverlust Gesamtunternehmen kleiner als 40% kommt zwingend Sparte zum Zug (Beiträge sind nur für Spartenrechnungen möglich)
          • in geschlossenen Sparten ist ein Umsatzverlust von grösser als 15% nötig
          • in offenen Sparten ist ein Umsatzverlust von grösser als 40% nötig
  • Betriebe, welche die 40% Umsatzverlust im Kalenderjahr 2020 nicht erreichen, können stattdessen auch die letzten 12 Monate (1.2.20 - 31.1.2021, 1.3.20 - 28.2.21 oder 16.3.20 - 15.3.21) geltend machen. Damit werden der sehr gute Januar und Februar 2020 nicht berücksichtigt und der Umsatzverlust erreicht evtl. die 40%-Grenze.
  • Massgebend für die Bemessung der Beiträge sind die Fixkostenanteile und die Umsatzverluste. Der Beitrag bemisst sich am branchenüblichen Fixkostenanteil des Umsatzverlustes.
  • Ist der Fixkostenanteil des Umsatzverlustes berechnet, wird daran ein Beitrag von 75% geleistet.

 

Weitere Anpassungen

  • Eine Lösung für Betriebe, die nach dem 1. März 2020 gegründet wurden, ist noch offen. Wir suchen gemeinsam mit den Behörden nach Lösungen und bitten die Betroffenen um Geduld.
  • Bezüglich den angekündigten Solidarbürgschaften zur Überbrückung der Liquidität wird ebenfalls zu einem späteren Zeitpunkt informiert.
  • Der Bund ist dabei, etwas Einheitliches für Unternehmen über 5 Mio. Umsatz zu entwickeln. Der Vollzug liegt aber nach wie vor bei den Kantonen. Näheres erfahren wir Anfang März.
  • Zudem überprüft der Bund den Deckel von 750 000 Franken für à fonds perdu Beiträge. Näheres erwarten wir auch hier Anfang März.

 

Weitere Informationen und Links

 

Berechnungsbeispiel

für ein Restaurant mit über 40 Schliessungstagen und dem Umsatzverlust berechnet für die Periode Kalenderjahr 2020.
Weitere Berechnungsbeispiele finden Sie im Factsheet Beitragsbemessung.